Magnetfeldtherapie /-stimulation

Zur Aufklärung und zum Verständnis der Wirkungsweise der Geräte zitieren wir an dieser Stelle aus dem Viofor JPS© Classic-Benutzerhandbuch:

Zitatanfang:

EINLEITUNG

Das Benutzerhandbuch zum Viofor JPS System für magnetische Stimulation wurde für den breiten Anwenderkreis konzipiert. Der Zweck des Handbuches ist die Unterweisung zur korrekten Anwendung des Gerätes Viofor JPS.
[…]  Die konventionelle Grenze zwischen diesen beiden Methoden [Anm., Magnetfeldtherapie und die Magnetfeldstimulation] stellt der Induktionswert des Magnetfeldes dar, der 100 µT (mikro Tesla) gleich ist. Einwirkungen unter diesem Wert werden als Magnetfeldstimulation bezeichnet.

Die Idee der Stimulation entstammt der in der Medizin bekannten Tatsache, dass entsprechend dosierte Außenreize eine Mobilisierung von immunologischen- und Regenerationsprozessen bewirken. Magnetfelder sind nämlich nicht nur äußerliche Faktoren die den menschlichen Organismus, der ein offenes System darstellt, beeinflussen (Erdmagnetfeld, kosmische Strahlung, künstliche Elektromagnetfelder), sondern sie bilden auch seinen integrierenden Bestandteil.

Bei der Magnetfeldstimulation wirken somit schwache, wechselnde Magnetfelder auf den menschlichen Körper ein und fördern dadurch in Interaktion mit dem (geschwächten) Organismus die
Wiederherstellung des funktionalen Gleichgewichts (Homöostase). […]

Darüber hinaus nützt das Viofor JPS System für die Applikation der Magnetfeldstimulation nicht nur die magnetmechanischen und elektrodynamischen Kräfte, sondern setzt auch die Ionen-
Zyklotronenresonanz ein. Dadurch werden im Vergleich zu den bislang bekannten Methoden die nachstehenden Vorteile erreicht:

– Beschleunigung der Regeneration (Wiederherstellung der Körperharmonie)
– erfolgreichere analgetische (schmerzlindernde) Wirkung, die gleich nach der ersten Behandlung einsetzen kann;
– länger anhaltender Schmerzlinderungseffekt;
– erfolgreichere Entspannungswirkung;
– bessere antispastische Wirkung;
– […]
– prophylaktische, beruhigende Wirkung, die die Widerstandskraft gegen den alltäglichen Stress fördert.

[…] Darüber hinaus sind die Vorteile hervorzuheben, die sich aus der biologischen Hysterese der Magnetfeldstimulation ergeben (beispielsweise die anhaltende Schmerzlinderung auch nach Beendigung der Feldexposition) und das Fehlen jeglicher Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dieser Therapie.
[…] Das Viofor JPS Steuergerät generiert verschiedene Formen magnetischer Wechselfelder und nützt neben den klassischen magnetisch-mechanischen und elektrodynamischen Effekten auch noch den Effekt der ionisch-zyklotronischen Resonanz. Zur Vereinfachung werden sie in diesem Benutzerhandbuch Vioforotherapie genannt.

Die kursiv gedruckten Teile dieses Handbuches sind theoretische Elemente der Viofortherapie, deren Kenntnis für die richtige Anwendung des Systems nicht unbedingt notwendig ist.

1. CHARAKTERISTIK DES VIOFOR JPS SYSTEMS ZUR MAGNETFELDSTIMULATION

[…]

1.2. Das Wesen der Wirkung

Das Viofor JPS System erzeugt Magnetfelder, die im Körper Veränderungen verursachen, welche jenen unter körperlicher Belastung (körperliche Anstrengung, Bewegungsaktivität) entstehenden
Veränderungen ähneln und somit Prozesse der biologischen Erneuerung unterstützen. Sowohl die Regeneration von Lebenskräften als auch der Psyche hängen eng mit der Bewegungsaktivität zusammen. Gleich wichtig ist die Rolle, die das magnetische Wechselfeld spielt. Die Vioforotherapie regt im Körper elektromotorische Kräfte an, die im Falle ihrer Aktivierung nicht nur den Homöostasezustand erhalten, sondern auch – im Falle einer Störung – diesen in kurzer Zeit wieder herstellen.

Die biologische Wirksamkeit des durch das Viofor JPS System generierten magnetischen Wechselfeldes entsteht infolge von:

– elektromagnetischer Einwirkung dieses Feldes auf die Ionenströme im Körper;
– magnetomechanischer Einwirkung des Magnetfeldes auf Teilchen mit unkompensierten, magnetischen Eigendrehimpulsen;
– ionisch-zyklotronischer Resonanz von Anionen und Kationen der Körperflüssigkeiten.

Die Körperflüssigkeiten, also Blut, lymphatische und intrazelluläre Flüssigkeiten, funktionieren als Konduktoren (=Leiter) von Elektroenergie mit ionischem Charakter.

Das Wesen des Viofor JPS Systems beruht auf der optimalen Wahl von zwei verschiedenen Elektrosignalen (zugleich auch magnetischen Signalen), sowie auf deren gegenseitiger Kombination zwecks Nutzung der vorgenannten drei Hauptmechanismen der Absorption von magnetischem Wechselfeld durch die Materie der lebendigen Organismen. Die elektromagnetische Strahlung kann auf den Körper verschiedenartig einwirken. Je nach der Menge der absorbierten Energie erscheinen thermische und außerthermische Effekte. Die außerthermischen Effekte, also der bioelektrische, biochemische und bioenergetische Effekt, sind – wegen der sehr niedrigen magnetischen Induktionswerte – von wesentlichster Bedeutung für die Vioforotherapie.

Der bioelektrische Effekt verursacht die Normalisierung der Zellmembrane. In pathologischen Fällen fällt das Potential infolge des Eindringens von Plus-Ionen in das Zellinnere, z.B. von Na+. Um
diesen Prozess umzukehren wird von der Zelle Energie benötigt, welche die Zelle aus der ATP-Hydrolyse schöpfen kann. Der biochemische Effekt beruht auf Anhebung der Enzymaktivität sowie
Aktivierung der oxydoreduktiven Prozesse, die mit ATP verbunden sind.
Der bioenergetische Effekt stellt einen die Ernährung und das Zellwachstum stimulierenden Faktor dar. Ferner werden davon intrazelluläre Prozesse gesteuert, die zur Regeneration des Körpers
führen. Haupteffekte der biologischen Mechanismen der Magnetfeldstimulation
sind:
– Regeneration;
– Vasodilatative Wirkung;
–  Angiogenetische Wirkung;
– Stabilisierung von Zellmembranen;
– Entzündungshemmende Wirkung;
– Entspannungswirkung;
– Antispastische Wirkung;
– Analgetische Wirkung.
Die schmerzlindernde Wirkung vollzieht sich hauptsächlich durch den Anstieg der Absonderung von endogenen Opiaten der ß-Endorfinengruppe, also von Substanzen, die für die Erhöhung der
Schmerzschwelle verantwortlich sind. Der schmerzlindernde Effekt tritt nicht nur während der Exposition auf das Magnetfeld auf, sondern wird auch nach dem Expositionsende festgestellt. Dies
bezeugt die biologische Hysterese der Magnetfeldeinwirkung. Genau dieser Mechanismus der schmerzlindernden Einwirkung auf das opioide Innensystem wird durch den diesen Effekt blockierenden Opiatenantagonisten (Naloxone) bestätigt.

Die Grundlage für die regenerativen Effekte bildet hauptsächlich die Beschleunigung der Prozesse der Sauerstoffausnutzung und der Gewebeatmung infolge erhöhter Diffusion und Sauerstoffabsorbtion durch Hämoglobin und Zytochrome. Die erhöhte Sauerstoffabsorbtion ist mit der Anregung der Gewebeatmungsprozesse, der DNA-Synthese und mit der Beschleunigung des mytotischen Zyklus verbunden. Dadurch helfen die Magnetfelder bei atrophische Unterschenkelveränderungen, beschleunigen die Heilungsprozesse von Geschwüren, verbessern den Zellmetabolismus des zentralen Nervensystems und beschleunigen die Regeneration von beschädigten peripheren Nerven.

Die bei der Einwirkung auf piezoelektrische Substanzen (z.B. auf Kollagen) entstehenden, sehr schwachen Ströme stimulieren die Aktivität der knochenbauenden Zellen. Dies wird auch durch die
Intensität der vasodilatativen Effekte unterstützt. Es wurde auch die hemmende Einwirkung des Magnetfeldes auf die mit Hilfe von Densitometrie gemessene Entmineralisierungsprozesse im Bereich der Knochen bei gleichzeitigem Anstieg derer Mineralisierung festgestellt.

Die entzündungshemmende Wirkung hängt mit der Stimulierung der c-AMP-, sowie Prostaglandin E-Bildung zusammen. Prostaglandin beeinflusst die Ansammlung von c-AMP und trägt dadurch zur Absonderungseinschränkung von Entzündungsmediatoren aus Neurophylen, Basophylen, Mastzellen und Lymphozyten bei.

Bei der Einwirkung auf das Nervensystem spielt der Einfluss der Magnetfelder auf die Verbesserung der interneuronalen Leitfähigkeit, die Modulation der Neuronenaktivität und den Tagestakt der Melatoninabsonderung durch die Zirbeldrüse die Hauptrolle. Melatonin ist als „Wegfeger von freien Radikalen“ bekannt, die u.a. für Alterungsprozesse verantwortlich sind.

Die vom Viofor JPS System erzeugten pulsierenden Magnetfelder modifizieren eindeutig die Amplitudenwerte der Alpha- und Thetawellen in jene Richtungen, die für den objektiv messbaren,
durch den Richtwert der Demobilisierung von autonomen Systemen ausgedrückten Entspannungszustand charakteristisch sind. Die Ergebnisse der vorgenommenen psychophysischen Untersuchungen an therapierten Patienten mit herabgesetzter Emotionalreife bescheinigen der Vioforotherapie die Eignung als alternative Behandlungsmethode. Dies umso mehr, als diese Therapieform nicht zu den Invasionsmethoden gehört, die üblicherweise im Bereich der Medizin und Psychologie angewendet werden.
1.3. Indikationen, Kontraindikationen, unerwünschte Nebenwirkungen
1.3.1. Medizinische Indikationen zum Einsatz des Viofor JPS Systems:

Zu den Indikationen der Magnetfeldstimulation als ergänzende (oder
alternative) Behandlung gehören:

I. Schmerzlindernde Funktion:

1. Knochen- Gelenksystem:

– Degeneration der Wirbelsäule und des Knochen- und Gelenksystems der unteren und oberen Extremitäten;
– rheumatisch bedingte Gelenksentzündungen;
– versteifende Entzündung der Wirbelsäulengelenke;
– Gelenksverletzungen.

2. Bindegewebe:

– Weichteilrheumatismus, sog. Fibromyalgie;
– Verletzungen von Bindegewebe;
– Kontinuitätsschäden im Bereich von Bindegewebe (darunter auch postoperative Erscheinungen).

3. Migräneschmerzen.

II. Regenerierende Funktion:

1. Knochensystem:

– Osteoporose, insbesondere nach der Menopause (betrifft sowohl Prophylaxe als auch Therapie);
– Zustände nach Knochenfrakturen und Knochenrissen;
– Zustände nach Operationen am Skelettsystem;
– Zustände nach Operationen, bei denen Knochen mit Hilfe von Schrauben oder Nägeln vereinigt wurden;
– Scheingelenke.

2. Weichgewebe:

– Unfallwunden mit und ohne Verletzung der Hautkontinuität;
– Brandwunden;
– Dekubitalgeschwüre.

III. Den Blutkreislauf fördernde Funktion:

1. Kreislaufprobleme im Gliederbereich:

– bei Diabetesbedingten Gefäßkrankheiten;
– bei sklerosebedingten Gefäßkrankheiten;
– bei Krampfadern mit Geschwüren.

2. Beschleunigte Resorption von Blutergüssen

3. Verminderung von Lymphödemen

IV. Antispastische Funktion:

– Zustände nach Gehirnschlägen;
– Degenerative Erkrankungen des Nervensystems, die mit Spastik einhergehen.

V. Entspannungsfunktion:

– Neurosen;
– Schlafstörungen;
– Prophylaktische Entspannungswirkung, die dem alltäglichen Stress entgegenwirkt;
– Stress in der allgemeinen Bedeutung dieses Begriffs und insbesondere nach langanhaltender, psychischer Anstrengung;
– Konzentrationsstörungen.

VI. Sauerstoffmangel und Sauerstoffschuld vermindernde Funktion
durch Einfluss auf die Prozesse:

– der aeroben Zellenatmung;
– der anaeroben Zellenatmung.

1.3.2. Kontraindikationen zum Einsatz des Viofor JPS Systems:
Kontraindikationen betreffen den Einsatz der Magnetfeldstimulation als Verfahren und nicht des Gerätes Viofor JPS selbst. Die emittierten Felder können zwar bei einer bestehenden Erkrankung
kontraindiziert sein, stellen aber keinen krankheitsauslösenden Faktor da.

Die in der Auflistung der Kontraindikationen genannten Krankheiten entstehen aus anderen Faktoren. Es gibt zur Zeit keine Literaturdaten, die Kontraindikationen zum Einsatz der Magnetfeldstimulation beschreiben. Unter Berücksichtigung der verhältnismäßig kurzen Einsatzdauer der Magnetfeldstimulation und des ähnlichen Charakters der Magnetfeldtherapie sollten analoge Kontraindikationen wie für die Magnetfeldtherapie gelten:
– Schwangerschaft;
– Aktive Krebskrankheit;
– Aktive Tuberkulose;
– Blutungen aus dem Verdauungskanal;
– Schwere Virus-, Bakterien- und Pilzinfektionen;
– Elektronische Implantate;
– Zustände nach Organverpflanzungen.

Schwangerschaft stellt einen Körperzustand dar, bei dem die Bildungsdynamik von neuen Zellen am höchsten ist. A priori wird während der Schwangerschaft alles vermieden, was nicht unbedingt
notwendig ist. Im Hinblick auf die Tatsache, dass bis heute der Einfluss von magnetischen Feldern auf den Fötus unbekannt ist, ist von deren Einsatz abzuraten.

Krebskrankheit hat bislang in den meisten Fällen eine unklare Ätiologie und die Naturgeschichte der Krebserkrankungen ist auch nur in wenigen Fällen bekannt. Forschungen über die Einwirkungen von Magnetfeldern auf die Krebszellenzucht sowie auf Tiere mit laufendem Krebsprozess sind widerspruchsvoll. Gemäß dem Prinzip „primum non nocere“ sollten magnetische Wechselfelder bei einer Krebserkrankung nicht eingesetzt werden, trotz der zahlreichen Daten, die einen positiven Einfluss von Magnetfeldern bei der Behandlung von Krebskrankheiten bezeugen.

Aktive Lungentuberkulose stellt eine Kontraindikation zum Einsatz von Magnetfeldern dar, die sich aus deren Einwirkungen auf das Gewebe ergibt. Der Einfluss von Magnetfeldern auf den Sauerstoffstoffwechsel und auf den Blutfluss ist günstig. Da die Kochschen Bazillen Aerobier sind, sollte im Falle tuberkulöser Veränderungen im Hinblick auf die biologischen Effekte der Magnetfeldeinwirkung auf deren Behandlungseinsatz verzichtet werden.

Blutungen aus dem Verdauungskanal sind in zwei Gruppen aufzuteilen: massive Blutungen aus den Speiseröhrenkrampfadern und Magengeschwüren, sowie Blutungen die bei gastritischen Erkrankungen auftreten. Bei intensiven Blutungen wird als Behandlungsmethode der endoskopische oder chirurgische Eingriff gewählt. Bei Blutungen, die bei gastritis erosiva oder gastritis haemorrhagica beobachtet werden, ist Vorsicht bei der Behandlung mit Magnetfeldern geboten.

Bei Magengeschwüren kann durchaus der Einsatz magnetischer Wechselfelder auf Grund ihrer antispastischen und entspannenden Wirkung erwogen werden, jedoch erst nach Abstimmung mit dem Arzt wegen der häufigen Koexistenz gastritischer Läsionen.

Schwere Virus-, Bakterien- und Pilzinfektionen sind Kontraindikationen zum Einsatz von Magnetfeldern. Bei jeder Erkrankung dieser Art ist eine kausale Behandlung mit antiviralen Substanzen, Antibiotika oder Antimykotika einzuleiten.

Elektronische Implantate, wie sie in der zeitgenössischen Medizin eingesetzt werden, verfügen in den meisten Fällen über eine gute Abschirmungstechnik. Aus physischer Sicht haben die bei der Magnetfeldtherapie und insbesondere bei der Magnetfeldstimulation eingesetzten Wechselfelder nur eine geringe Möglichkeit den Betrieb elektronischer Implantate zu stören. Da aber eine die Therapie verordnende Person selten über genaue Kenntnis der Abschirmungsqualität des Implantats verfügt, ist es empfehlenswert, den Patienten nicht der Einwirkung des magnetischen Wechselfeldes auszusetzen.

1.3.3. Unerwünschte Symptome, welche die Magnetfeldstimulation begleiten können:

Nach den bisherigen Erfahrungen wurden keine wesentlichen Nebenerscheinungen bei der Magnetfeldstimulation festgestellt. Vorübergehend können aber die nachfolgenden Symptome auftreten:
– Kribbelgefühl;
– Erstarrungsgefühl;
– Wärmegefühl;
– Schlafstörungen, insbesondere in höherem Alter;
– Gereiztheit;
– Konzentrationsstörungen;
– vorübergehende Schmerzzunahme.

Kribbel-, Erstarrungs- und Wärmegefühl kann und darf insbesondere während der ersten drei bis vier Tage der Exposition auftreten. Dies betrifft hauptsächlich nachtraumatische Bereiche des Skelettsystems.

Schlafstörungen werden lediglich bei etwa 3% der älteren Patienten verzeichnet. Sie können leicht beseitigt werden, wenn eine Exposition mit aufsteigender Induktionsintensität angewendet wird.

Gereiztheit und/oder Konzentrationsstörungen betreffen hauptsächlich Frauen während der Menopause und Personen mit erhöhter Spannung des neurovegetativen Systems. Die vorgenannten Symptome werden insbesondere während der ersten Expositionstage beobachtet. Deren Häufigkeit kann durch die Anwendung aufsteigender Intensitätswerte und durch Information des Patienten über die Möglichkeit der Erscheinung eingeschränkt werden. Etwa 4% der Frauen und 1% der Männer werden von diesen Symptomen betroffen.

Vorübergehende Schmerzzunahme kommt in der Regel während der ersten Zeit der Exposition vor und betrifft Patienten mit fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen des Skelettsystems.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der therapeutische Einsatz von Wechselfeldern unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen sicher ist und durch den wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich der Forschung und klinischen Medizin bestätigt werden wird.

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2. KONSTRUKTION UND BESCHREIBUNG DES GERÄTES

2.1. Ausstattung des Viofor JPS Systems

2.1.1. Grundausstattung des Viofor JPS Systems

Steuergerät Viofor JPS
großer zweifarbiger Applikator – Matte
kleiner zweifarbiger Applikator – Kissen

Fernsteuerung

2.1.2. Sonderausstattung des Viofor JPS Systems

– Punktapplikator S / Z (nur für Therapheuten)
– großer zweifarbiger Applikator – Matte zum Abdecken
– Adapter (der den synchronen Einsatz von zwei Applikatoren ermöglicht).

Es gibt die Möglichkeit, die jeweiligen Applikatoren einzeln zu bestellen, sowohl aus der Grundausstattung als auch aus der Sonderausstattung.
2.1.3. Hinweise zum Einsatz von zwei oder mehreren Applikatoren
Die Sonderausstattung (Adapter, zusätzliche Applikatoren) trägt dazu bei, dass mehrere Applikatoren gleichzeitig bei einer oder mehreren Personen eingesetzt werden können. Dadurch kann u.a. die Wirksamkeit der Behandlungen gesteigert, oder das Gerät wirtschaftlicher genutzt werden. Zum Beispiel:

Ein Patient mit rheumabedingter Gelenksentzündung und umfangreichen degenerativen Veränderungen im Bereich der Hüftgelenke – gleichzeitige Behandlung mit der Matte für den ganzen Körper und zusätzlich mit dem Kissen lokal für die Hüftgelenke.
Gleichzeitiger Einsatz von mehreren großen Applikatoren für mehrere Sportler, beispielsweise nach dem Training.

Die Matten werden in zweifarbiger Ausführung hergestellt, um die Magnetfeldpole zu markieren, die von den Applikatoren erzeugt werden. Bei gleicher Richtung der vom Steuergerät erzeugten Impulse weist jeder Applikator, der z.B. mit der weißen Seite nach oben zeigt, die gleiche Richtung des Magnetpols auf. Das ist wichtig, falls bei einer Person gleichzeitig zwei Applikatoren eingesetzt werden.

Achtung! Die Applikatoren dürfen nur so eingesetzt werden, dass sie nicht mit der gleichen Farbseite zueinander liegen.

Durch die Platzierung des Körpers, oder des zu stimulierenden Körperteils, zwischen zwei Applikatoren wird ein beinahe homogenes Magnetfeld erreicht. Zugleich können zwei oder drei Matten (die mittels eines oder zweier Adapter zusammengeschlossen sind) eingesetzt, oder aber verschiedene Applikatoren miteinander kombiniert werden (z.B. eine Matte und ein Punktapplikator, oder ein Kissen mit einer Matte, oder ein Kissen mit einem Punktapplikator). Die Punktapplikatoren sind an das Zusammenspiel mit Matte oder Kissen derart angepasst, dass diese mit der weißen Seite nach oben liegen müssen. Die Parameter der Therapie sind für zwei oder mehrere Patienten, die in einem Stimulationsverfahren gleichzeitig behandelt werden, gleich. Es ist nicht möglich, die Feldparameter für die einzelnen, gleichzeitig eingesetzten Applikatoren getrennt einzustellen.

[…]

2.3. Die Applikatoren

2.3.1. Der große Applikator – Matte (Abb. 4):

Dieser Applikator enthält drei Paar Magnetspulen, die entlang der Mitte vertikal angeordnet sind. Sie erzeugen ein magnetisches Feld von unterschiedlicher Intensität. Die im Fußbereich angeordneten Magnetspulen weisen die höchste Stärke auf, jene im Schulterbereich die geringste. Der Kopf muss auf der Matte immer in der Nähe des Kabelausgangs liegen.

Die Matte wird hauptsächlich für Behandlungen eingesetzt, die den ganzen Körper erfassen. Sie kann aber auch für ausgewählte Körperteile, z.B. die ganze Wirbelsäule, zum Einsatz kommen. In diesem Fall sollte sich der Patient asymmetrisch auf die Matte legen, also entlang der Magnetspulen an der linken oder rechten Seite.

[…]

2.3.2. Der kleine Applikator – Kissen (Abb. 5)

Dieser Applikator enthält 1 Paar Magnetspulen und kann an beliebigen Körperstellen eingesetzt werden. Das Magnetfeld wirkt am stärksten im Bereich der jeweiligen Magnetspule. Das Kissen darf nicht zusammengefaltet werden.

[…]

2.3.3. Der Punktapplikator (Abb. 6)

Die Form dieses Applikators ist nachfolgend abgebildet. Die pfeil an der Spitze des Punktapplikators markiert die Richtung des durch ihn erzeugten Magnetfeldes. Im Falle der Behandlung unterschiedlich lokalisierter Läsionen, z.B. in der Zahnheilkunde oder in Akupunkturpraxen, ermöglicht die SOUND Funktion einen zeitgenauen Wechsel der Applikationspunkte.

[…]

2.4. Fernsteuerung (Abb. 7)

Die Fernsteuerung des Viofor JPS Gerätes ermöglicht:
– die Steuerung aller Funktionen, die auf der Vorderseite der Steuereinheit verfügbar sind
– die Steuerung der Sonderfunktionen des Gerätes .

[…]  Zitatende